Herzuntersuchung (Amyloidose-Szintigraphie)

Ziel

Die Amyloidose ist eine Erkrankung, bei der sich krankhafte Eiweißablagerungen (sogenannte Amyloide) zwischen den Körperzellen verschiedener Organe bilden. Da die Symptome oft unspezifisch sind, wird die Diagnose häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium gestellt. Besonders kritisch ist die Beteiligung des Herzens, da sie zu einer fortschreitenden Herzschwäche führen kann.

Mit der Amyloidose-Szintigraphie kann gezielt untersucht werden, ob eine kardiale Beteiligung vorliegt. Dieses Verfahren ermöglicht den Nachweis einer ATTR-Amyloidose des Herzmuskels mit hoher Genauigkeit und liefert somit eine wichtige Grundlage für die weitere Behandlung.

Ablauf

Für die Untersuchung wird eine leicht radioaktive Substanz intravenös verabreicht, die sich normalerweise nur in den Knochen anreichert. Liegt jedoch eine kardiale Amyloidose vor, kommt es auch zu einer deutlichen Anreicherung im Herzmuskel. Diese Veränderung kann durch die Bildgebung sichtbar gemacht werden.

Nach der Injektion erfolgt eine Wartezeit von ca. 3 Stunden, in der sich die Substanz im Körper verteilt. Anschließend werden die Aufnahmen durchgeführt, meist in Form einer SPECT/CT, um sowohl die genaue Lokalisation als auch die Ausdehnung der Ablagerungen im Herzmuskel beurteilen zu können.

Nach der Injektion des Tracers ist eine Wartezeit von etwa 3 Stunden erforderlich. Anschließend dauert die eigentliche Untersuchung etwa 20–30 Minuten.

Hinweise

Alle Medikamente sollen normal eingenommen werden. Ebenso können Sie sich ganz gewohnt ernähren und trinken.

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